Alaska Wildlachs

Natürliche Schätze: Wildlachs aus Alaska

Themen dieser Seite:

I. Alaska Wildlachs: Arten

Alaska, Symbol einer unberührten, natürlichen Umwelt, ist die Heimat reicher pazifischer Wildlachsbestände. Alaskas Wildlachse aus dem Nordpazifik gehören zur Familie der Salmoniden. Sie haben einen recht ungewöhnlichen Lebenszyklus: sie sind anadrom. Das bedeutet, dass sie im Süßwasser der vielen tausend Flüsse und Seen Alaskas laichen und die Jungfische später ins offene Meer wandern.
Dort ziehen sie tausende von Meilen durch den Golf von Alaska und das Beringmeer, ernähren sich von Zooplankton, Fischen und Garnelen und wachsen heran. Jahr für Jahr behält jede Art ihren Zeitraum bei, in dem die ausgereiften Lachse in den Fluss ihrer Geburt zurückkehren.

Fünf verschiedene Alaska Wildlachs Arten werden je nach Größe, Hautfarbe, Fleischkonsistenz und -farbe unterschieden:

1. Königslachs (Oncorhynchus tshawytscha – Chinook) oder King

Der größte, seltenste und wertvollste unter den Fünf. Sein rosa bis rotes Fleisch, die besondere Konsistenz und der feine Geschmack verleihen ihm zu Recht den Status des Königslachses. Wilder Königslachs (King, Oncorhynchus tshawytscha), bei Alaska in den Gewässern des Nordpazifiks gefangen, ist der größte der Alaska-Lachse. Der King wird 76 bis 100 Zentimeter lang und 2 bis 18 Kilogramm schwer. Der größte offiziell registrierte Königslachs wog 57 Kilogramm.

Das kennzeichnet Königslachse:

  • Körper: ist kompakter als bei anderen Arten.
  • Haut: silberfarbene Haut und Schuppen, viele kleine schwarze Punkte auf Rücken und Schwanz.
  • Fleisch: aus ernährungsphysiologischen Gründen ist der hohe Gehalt an Eiweißen und Omega-3-Fettsäuren besonders wertvoll.

Sein Lebenszyklus umfasst 7 Jahre.

Während die Königslachse reifen,
verändern sich Haut und Körper:

Optimale
Reifung

„Ocean caught“ oder „Bright King“: Sie sind dunkelgrün bis blauschwarz auf Kopf und Rücken, silbern und weiß an den unteren Seiten und am Bauch. Viele kleine schwarze Punkte auf Rücken und oberen Seiten und auf dem Schwanz. Die Innenseite des Unterkiefers ist schwarz.

Fortgeschrittene
Reifung

„Semi bright“: Leichtes Abstumpfen der Farbe entlang des Rückens, der sich oliv-braun verfärben kann.

Weit fortgeschrittene
Reifung

„Dark“: Ein schwarzer Rücken mit braunen Seiten und vielleicht einem purpurnen Rot am Bauch.

2. Rotlachs (Oncorhynchus nerka – Sockeye / Red)

Er hat eine auffallende Farbe. Das Fleisch ist von mildem Geschmack und behält seine rote Farbe bei der Zubereitung. Kenner wissen, dass die rote Fleischfarbe natürlichen Ursprungs ist. Rotlachse aus Alaskas Nordpazifik (Sockeye, Oncorhynchus nerka) werden von Alaskas Eingeborenen auch „Fisch der Fische“ genannt. Ihre Fleischfarbe bekommen sie durch ihre natürliche Nahrung. Rotlachse gehören zu den häufigsten Lachsen Alaskas. Sie werden 63 bis 90 Zentimeter lang und wiegen 3 bis 4 Kilogramm. Ihre schlanke Form und lebhafte Färbung machen Sockeye-Lachse zu den vielleicht schönsten Lachsen Alaskas und lassen die Nachfrage in Europa mehr und mehr steigen.

Das kennzeichnet Rotlachse:

  • Haut: dunkles grünliches Blau oben auf Kopf und Rücken.
  • Fleisch: tiefrotes Fleisch von fester Konsistenz und intensivem Geschmack. Die Fleischfarbe rührt aus der natürlichen Nahrung der Rotlachse.

Ihr Lebenszyklus umfasst 3 bis 4 Jahre.

Während die Rotlachse reifen,
verändern sich Haut und Körper:

Optimale
Reifung

„Ocean caught“ oder „Ocean bright“: Ein tiefes Grünlich-Blau oben auf dem Kopf und Rücken, Silber an den Seiten und ein weißer Bauch.

Fortgeschrittene
Reifung

„Semi bright“: Der Rücken färbt sich zu trübem Schwarz, der Bauch kann etwas dunkler werden.

Weit fortgeschrittene
Reifung

„Dark“: Ein leuchtend roter Rücken und grüner Kopf mit einer sehr deutlichen Linie, wo sich Rot und Grün am Kiemendeckel treffen. Bilder roter Sockeye-Lachse sind immer spektakulär und werden im Fernsehen gezeigt, aber in diesem Stadium sind sie schon laichbereit in den Flüssen und werden nicht mehr kommerziell gefischt.

3. Silberlachs (Oncorhynchus kisutch – Coho / Silver)

Der Silberlachs verdankt seinen Namen der schön silbrig schimmernden Hautfarbe. Orange-rotes Fleisch mit ausgewogenem Fettanteil – das durch die Leinen-Fangmethode (Trolling) völlig unversehrt und qualitativ unerreichbar bleibt, macht ihn zum Liebling der Räuchereien. Silberlachse aus Alaskas Nordpazifik (Coho - Oncorhynchus kisutch) werden 63 bis 88 Zentimeter lang und wiegen 3,5 bis 13 Kilo. Sie sind das Rückgrat der Leinenfischerei Alaskas.

Das kennzeichnet Silberlachse:

  • Haut: leuchtend silberfarben mit kleinen schwarzen Punkten auf Rücken und oberer Schwanzflosse.
  • Fleisch: rot-orange mit fester Konsistenz, die sich beim Kochen und Räuchern nicht ändert. Delikater Geschmack und recht niedriger Fettgehalt. Er ist mit Abstand der Favorit europäischer Räuchereien, wie z.B. Gottfried Friedrichs, die die Qualität leinengefangener Cohos schätzen.

Sein Lebenszyklus umfasst 3 bis 4 Jahre.

Während die Silberlachse reifen,
verändern sich Haut und Körper:

Optimale
Reifung

„Ocean caught“ oder „bright“: Dunkles Metallic-Blau auf Rücken und oberen Seiten und intensives Silber auf den Seiten. Wenige kleine schwarze Punkte können auf dem Rücken und den oberen Schwanzhälfte auftreten.

Fortgeschrittene
Reifung

„Semi bright“ oder „Pink skin“: Bei Annäherung an den Laichfluss tritt eine leichte rosa oder rötliche Verfärbung am Bauch auf und bei Männchen kann sich der Rücken etwas biegen.

Weit fortgeschrittene
Reifung

„Dark“: Deutlich rote Hautfarbe mit dunklerem Schwarz. Weibchen können dunkler als Männchen sein und beide zeigen einen deutlichen Haken auf der Nase.

4. Alaska Buckellachs (Oncorhynchus Gorbuscha-Pink)

Macht mehr als die Hälfte der Fänge der fünf Lachsarten aus. Verbringt nur zwei Jahre im Meer. Mit wenig Fett und einer Durchschnittsgröße von 2 Kilogramm ist er ein preisgünstiger, gesunder Fisch für die Familien-Mahlzeit. Buckellachse aus Alaskas Nordpazifik (Pink-Oncorhynchus gorbuscha) werden 60 bis 65 Zentimeter lang und zwischen 900 und 3.000 Gramm schwer, durchschnittlich 1.800 Gramm. Der kleinste und am häufigsten vorkommende unter Alaskas Wildlachsen ist wegen seiner geringen Größe sehr bequem zuzubereiten.

Das kennzeichnet Buckellachse:

  • Haut: oben ein helles Stahlblau, an den Seiten silbern, mit vielen schwarzen Punkten auf dem Rücken und der gesamten Schwanzflosse.
  • Fleisch: zartes rosarotes Fleisch mit wenig Fett und feinem Geschmack.

Sein Lebenszyklus umfasst 2 Jahre.

Während die Buckellachse reifen,
verändern sich Haut und Körper:

Optimale
Reifung

„Ocean bright“: Ein schlanker Körper, leuchtend silbrige Haut, sehr kleine Schuppen, große schwarze Punkte auf Schwanz und Rücken.

Fortgeschrittene
Reifung

„Semi bright“: Eine leichte Verkrümmung des Rückens, wo sich beim Männchen der Buckel herausbildet; Der Oberkiefer fängt an, sich zu biegen.

Weit fortgeschrittene
Reifung

„Dark“: Während sie sich weiter entwickeln, werden Buckellachse dunkler, dicker, mit deutlich dunkleren Streifen auf den Seiten. Ein deutlicher Buckel bildet sich beim Männchen aus.

5. Alaska Keta-Lachs (Oncorhynchus keta – Chum)

Recht groß, wird oft als Steak und Filet verkauft. Als „Silver bright“ wird sein Fleisch besonders geschätzt. Als „Dark Chum“ zum Saisonende hin hat er den besten Rogen, der höchste Wertschätzung bei Kaviar-Liebhabern in aller Welt genießt. Keta-Wildlachs (Chum, Oncorhynchus keta) aus Alaska wird im Nordpazifik gefangen. Er wird 63 bis 68 Zentimeter lang und wiegt meist 2 bis 5 Kilo. Von Alaska Keta-Wildlachs stammen die besten Lachseier, der sogenannte Lachskaviar.

Das kennzeichnet Keta-Lachse:

  • Haut: Dunkles Metallic-Grünblau, oben mit feiner Punktierung.
  • Fleisch: Rosa-orange aufgrund seiner Ernährung, von recht fester Konsistenz und mäßigem Fettgehalt.
  • Rogen oder Keta-Kaviar: Die Eier des Keta-Lachses sind wegen ihrer Größe und ihrer Qualität weltweit gerühmt und beliebt. Ein Weibchen hat bis zu 4.000 Eier.

Sein Lebenszyklus umfasst 3 bis 4 Jahre.

Während die Keta-Lachse reifen,
verändern sich Haut und Körper:

Optimale
Reifung

„Ocean caught“ oder „bright“: Ein dunkles Metallic-Grünblau, das an Seiten und Bauch silbern wird. Feine, blasse Streifen können vorkommen (kaum vom Silber- und Rotlachs zu unterscheiden).

Fortgeschrittene
Reifung

„Semi bright“: An den Seiten zeigen sich dunklere Streifen, die Haut am Rücken wird stumpfer.

Weit fortgeschrittene
Reifung

„Dark“: Deutlich ausgebildete dunkle Streifen auf den nun tiefroten Seiten. Die Männchen entwickeln ein Hakenmaul.

II. Die Lebensform des Alaska Wildlachs

Rein, klar sauber – Alaskas Gewässer

Alaska liegt tausende von Meilen entfernt von großen Quellen industrieller Verschmutzung. Diese Entfernung hilft, zusammen mit den globalen Wasser- und Luftströmungen, sicherzustellen, dass Alaskas Gewässer zu den saubersten der Welt gehören. Die Bevölkerungsdichte ist annähernd die niedrigste in den Vereinigten Staaten und niedriger als in den meisten anderen Gegenden der Welt.
Alaska ist eine der weltweit ergiebigsten Quellen für Meerestiere aus Wildfängen, die in ihrem natürlichen Lebenszyklus und von ihrer natürlichen Nahrung leben. Mit seiner Abgeschiedenheit und der kleinen Bevölkerungsdichte von kaum mehr als 730.000 Einwohnern im Jahr 2021 (ca. ein Mensch pro Quadratmeile) hat Alaska einen der saubersten und natürlichsten Meeres-Lebensräume der Welt.

Hier hat der Erhalt der Zukunft sowohl der Fischbestände als auch der Umwelt Priorität vor deren Bewirtschaftung. Der wichtigste Grundsatz lautet: Alaska setzt auf eine vorsichtige Nutzung, die sicherstellt, dass die Bedürfnisse der Bestände und des Ökosystems berücksichtigt werden. So wird kein Lachsbestand in Alaska als „überfischt“, „von Überfischung bedroht“ oder „am Rande der Überfischung“ eingestuft. Darüber hinaus erkennt der Staat Alaska Seafood als wertvolle natürliche Ressource an und versteht die Fischwirtschaft als unverzichtbaren Teil der staatlichen Wirtschaft.

Die wesentlichen Fischereien werden von verschiedenen Dienststellen der Staats- und Landesregierung gemanagt. So herrscht eine klare Trennung zwischen der Behörde für Naturschutz und der Behörde, die die Ressourcen/ Lizenzen für den Fischfang zuteilt. Keine Dienststelle hat das alleinige Sagen. Dies ist eine der Stärken von Alaskas Fischereimanagement-System.

In Alaska sind ganze Gemeinden schon seit Generationen eng mit dem Fang und der Verarbeitung von Seafood verbunden. Deshalb ist die Fischerei nicht einfach nur eine Einnahmequelle, sondern ein Lebensstil. Die Fischer wissen, dass sie nicht überleben können, wenn sie sich nicht an die Nachhaltigkeits-Prinzipien halten. Tausende Familien bestreiten ihren Lebensunterhalt mit den Ressourcen an Alaskas schroffer, 34.000 Meilen langer, kaum bewohnter Küste.

Tatsächlich beschäftigen die Fischerei und Fischverarbeitung mehr Menschen als jede andere Industrie in Alaska. Für einige Familien im ländlichen Alaska stellt die Berufsfischerei das gesamte Einkommen dar. Aufgewachsen in der Tradition des Fischens und eingebunden in eine enge Beziehung zum Meer, verstehen die Einwohner Alaskas die Notwendigkeit, die Fischerei und die sie umgebenden Lebensräume für künftige Generationen zu schützen und zu erhalten.

Lebenszyklus Alaska Wildlachs:

  1. Im Frühling schlüpfen die Lachse im Laichbett und die Brut beginnt zu schwimmen.
  2. Zum Jungfisch herangewachsen, schwimmen einige Arten sofort im Fluss zum Meer, während andere ein bis drei Jahre im Fluss oder See bleiben.
  3. Im Meer angekommen, wachsen die Jungfische heran, ernähren sich von Plankton sowie kleinen Fischen und fliehen vor Raubtieren wie Vögeln, Seehunden und Walen.
  4. Alaska Wildlachse wandern tausende von Meilen. Viele Lachse sind nach zwei bis vier Jahren im kalten Seewasser des Nordpazifiks ausgewachsen, wobei diese Zeit je nach Art variiert.
  5. Wenn die Lachse ausgewachsen sind, kehren sie jeweils im Sommer durch ihren Heimfinde-Instinkt in die Flüsse ihrer Geburt zurück.
  6. An einem optimalen Platz auf dem Flussboden legen die Weibchen eine nach innen gewölbte Fläche an und wählen ein Männchen. Die männlichen Lachse befruchten die Eier sobald das Weibchen laicht. Bald danach sterben die Wildlachse.

Sie möchten mehr über den Lebenszyklus des Alaska Wildlachs wissen? Dann lesen Sie den Artikel dazu, den unsere FRIEDRICHS Scouts auf ihrer Reise nach Alaska dazu verfasst haben.

III. Nachhaltigkeit Alaska Wildlachs

Vorbildliches Fischerei-Management

Alaskas Meeresfrüchte wachsen alle wild und nachhaltig auf. Anders als viele andere Fischereien auf der Welt wird Alaskas Fischerei zum Schutz vor Überfischung, Umweltschädigung und Verschmutzung gemanagt. Durch die aktive Gewährleistung gesunder, nachhaltiger Wildfänge hat Alaska dazu beigetragen, seine hochwertige Meereskost für künftige Generationen zu erhalten.

Seit Alaska 1959 zum Staat wurde und mit dem Fischerei-Management begann, verlangt die Verfassung „Fisch...nach dem Prinzip des nachhaltigen Ertrags zu nutzen, zu entwickeln und zu erhalten.“ Alaska ist der einzige Staat, der solch einen Schutz in seine Verfassung geschrieben hat. Darüber hinaus sind Fischfarmen ausdrücklich verboten. Alaska hat vielfältige umfassende Management-Methoden eingeführt, die anderswo auf der Welt kaum angewandt werden.

Da jeder Aspekt der Fischerei seit fünf Jahrzehnten streng reguliert, umfassend überwacht und rigoros umgesetzt wird, werden Alaskas erfolgreiche Management Methoden für die ganze Welt als Beispiel für Nachhaltigkeit angesehen.

Vor allem die Lachsfischerei ist ein besonders gutes Beispiel für die Effektivität des Fischerei-Managements in Alaska. Berufsfischerei gibt es in Alaskas Gewässern bereits seit weit über 100 Jahren, doch erst mit der Eigenständigkeit war das Land in der Lage, seine Lachsfischerei selbst zu managen.

Seit 1958 stieg die Zahl der zurückkehrenden Lachse einige Jahre an. Als dann mehr Teilnehmer in die Fischerei gelockt wurden, sanken die Fänge wieder. Als Antwort darauf setzte Alaska Mitte der 70er Jahre sein Programm des „limitierten Zugangs“ (limitierte Lizenzen) in Kraft, das die Zahl der Fänger in jeder Fischerei begrenzte. Gleichzeitig wurden weitere Management-Initiativen ins Leben gerufen.

So wenden der National Marine Fisheries Service und das Alaska Department of Fisch & Game heute eine große Vielfalt von Fischerei-Management-Methoden an. Wichtigste Kriterien sind die Gesamtfangmenge (Total Allowable Catch „TAC“) sowie die „Escapements“, also die Mindestzahl dem Fang entgehender geschlechtsreifer Lachse. Wenn diese Grenzen erreicht sind, muss die Fischerei sofort eingestellt werden.

Hierdurch zeichnet sich das Fischerei-Management von Alaska gegenüber anderen deutlich aus, denn in vielen anderen Teilen der Welt wird die Fischerei nicht gestoppt, wenn die Fanggrenze erreicht ist. Im Gegensatz zum allgemeinen Trend, die Effizienz der Fischerei zu steigern, besteht der Ansatz Alaskas darin, die Effizienz zu verringern. Die Methoden, die dabei eingesetzt werden, sind:

Fischerei-Management-Methoden

  1. Limitierte Lizenzen (begrenzte Zahl der zugelassenen Fischerei Teilnehmer)
  2. Zeitliche und räumliche Sperrgebiete
  3. Begrenzung der Bootsgröße
  4. Einschränkungen beim Fanggerät, was Größe, Aufbau und Gebrauch des jeweiligen Gerätes angeht
  5. Verbotene Geräte (wie z.B. pelagische Langleinen, versenkte Kiemennetze und Fischfallen)

Als Folge all dieser Maßnahmen erfreut sich Alaska seit über drei Jahrzehnten einer ergiebigen Lachs-Rückkehr und großer Fänge. Alaskas Fischerei gilt international als beispielhaft für Nachhaltigkeit.

Das macht uns zum Vorreiter für nachhaltige Fischerei:
Meilensteine

2002

Einführung des ersten MSC-zertifizierten Räucherlachses in Deutschland

2004

Einführung Kodiak Wildlachs-Caviar, MSC-zertifiziert

2006

FRIEDRICHS startet eine Produktkooperation mit dem WWF und wird offizieller Sponsor des internationalen WWF-Zentrums für Meeresschutz in Hamburg

2007

FRIEDRICHS erweitert Sortiment um Bio-Lachs und Bio-Forelle

2008

Einführung Kamtschatka-Wildlachs, Projekt mit dem WWF zum Aufbau einer nachhaltigen Fischerei auf Kamtschatka

2009

Umstellung des gesamten Matjes- und Heringssortiments auf MSC

2013

Einführung des ersten MSC-zertifizierten Wildlachs aus Kamtschatka in Deutschland

2014

Einführung der ASC-zertifizierten FRIEDRICHS Forellen-Filets Wacholder geräuchert. Zudem bringt FRIEDRICHS als erstes deutsches Unternehmen Forellen-Caviar mit ASC-Siegel auf den Markt

2015

FRIEDRICHS bietet als erstes deutsches Unternehmen MSC-zertifizierten Deutschen Caviar an

2015

Erweiterung des Lachs-Sortiments um FRIEDRICHS Bio-Lachs graved 100 g

2015

Spur der Lachse – Rückverfolgbarkeitsprojekt für mehr Transparenz bezüglich Herkunft und Verarbeitung der Wildlachse aus Alaska mit Hilfe der Verbraucher

2018

Erweiterung des Lachs-Sortiments um FRIEDRICHS Bio-Lachs graved 50 g

2019

Lean and Green Award für FRIEDRICHS – CO2-Reduktion von 20% innerhalb von fünf Jahren der Lager- und Logistikprozesse

2019

Erster Bio-Forellen-Caviar

2020

Einführung FRIEDIRCHS Original Rauch- und Graved Lachs ASC-zertifiziert (Aquaculture Stewardship Council)

2021

Gesamtes FRIEDRICHS Forellen-Sortiment auf ASC-zertifiziert umgestellt

IV. Fangmethoden

Leinenfang/ Trolling

Um die Arten zu schützen und Fisch höchster Qualität anzubieten, werden drei Fangmethoden bei Alaska Wildlachsen angewendet: Leinenfang oder „Trolling“, Kiemennetzfang oder „Gillnet“ und Ringwaden oder „Purse Seine“.

Leinenfang ist die aufwändigste und handwerklichste Fangmethode und liefert die qualitativ besten Lachse. Vor allem Königslachse im tieferen Meer und höher schwimmende Silberlachse werden mit Leinen gefangen und dann als „Troll caught“ etikettiert; ein Zeichen für Premium-Qualität, nach dem Räuchereien Ausschau halten. Gottfried Friedrichs ist der größte europäische Abnehmer von Lachsen, die im Trolling-Verfahren gefangen werden.

Die kleinen Fischerboote haben eine Besatzung von ein oder zwei Mann und ziehen mit der Angel jeden Lachs einzeln aus dem Meer. Die Leinenfischer dürfen weiter auf die hohe See hinausfahren als die Netzfischer, so dass deren Lachse stets im allerbesten Ernährungszustand sind: „ocean caught“ oder „bright“.

Kein anderer Fisch wird sorgfältiger und vorsichtiger behandelt, als der per Leine gefangene Lachs. Dies gilt für die gesamte Verarbeitungskette vom Fang bis zur Lieferung in den Einzelhandel. Nur weniger als 10 % der gesamten Alaska-Lachsfänge werden mit Leinen gefangen. Sie können etwas kleiner sein, haben aber eine sehr schön feste Konsistenz und einen höheren Fettgehalt. Ein harter Schlag auf den Kopf stellt den Fisch ruhig, bevor der Haken entfernt wird; ein zappelnder Fisch könnte sich Blutergüsse zufügen oder Schuppen ausschlagen. Sofort werden noch an Bord Kiemen und Eingeweide herausgenommen, der Fisch ausgeblutet. Eis wird sorgfältig in die Körper- und Kopf-Öffnungen gefüllt und der Fisch auf eine Schicht Eis gelegt. Kein Fisch wird vom Verlassen des Wassers bis an die Tür des Einzelhändlers sorgfältiger behandelt.

Nur Königs-, Silber- und eine gewisse Anzahl Buckellachse werden mit Leinen gefangen. Die begrenzte Zahl verfügbarer Troll-Lachse und ihre einheitliche Qualität machen sie Pfund für Pfund zu den wertvollsten Alaska Wildlachsen.

Kiemennetz-Fang

Diese Fischerei erfolgt überwiegend mit Booten (Treibnetzfang), eine Reihe von Fischern arbeitet aber vom Land aus (Stellnetzfang). Diese Fangmethode mag auf den ersten Blick einfach erscheinen, da der Fisch, einmal im Netz, nicht mehr entkommen kann. Doch sie erfordert Können und Erfahrung. Der entscheidende Punkt ist es, den Zug der Fischschwärme einzuschätzen.

Staatliche Gesetze begrenzen die Länge von Kiemennetz-Booten in der Bristol Bay auf höchstens 9,75 Meter. Die meisten Kiemennetz-Fänger außerhalb der Bristol Bay sind zwischen 9,75 und 12,80 Meter lang. Kiemennetz-Fänger verwenden Netze, deren Länge vom Staat Alaska aus Gründen des Fischerei-Managements auf 275 bis 550 Meter Länge festgelegt wurde.

Ringwaden

Mit Ringwaden wird nur in Fanggebieten vom Süden bis zur Mitte des Golfs von Alaska gefischt sowie im Westen der Südküste der Alaska Halbinsel bis zu deren Ende. Westlich der Alaska Halbinsel und an ihrer Nordseite ist es verboten. Die Gebiete, in denen diese Methode angewendet werden darf, sind begrenzt, um den Erhalt der Ressourcen zu gewährleisten.

Gemäß Alaska-Gesetzen dürfen Ringwaden-Boote nicht länger als 17,60 Meter sein.
Sie sind größer als Kiemennetz-Fänger, damit sie in den manchmal stürmischen Fjorden und Meerengen, die es in einigen Gebieten des Staates gibt, arbeiten können.

Die Eigenart der Lachse, an der Oberfläche zu schwimmen und zu springen, enthüllt die Position des durch das Wasser ziehenden Schwarms. Jeder an Bord eines Ringwaden-Fängers, der nicht gerade mit dem Ausbringen oder Einholen des Netzes beschäftigt ist, sucht auf dem Wasser nach Anzeichen für Fische.

Fangmethoden und Lachsarten

1. Königslachs / King

Fangsaison: Ganzjährig mit einer Spitze im Sommer Pazifischer Königslachs wird mit Leinen oder mit Netzen gefischt.

2. Rotlachs / Sockeye

Fangsaison: Mitte Mai bis Ende September von Südost-Alaska bis Nome.

Die meisten Rotlachse werden mit Kiemennetzen gefangen, einige auch mit Ringwaden und nur wenige mit Leinen.

3. Silberlachs / Coho

Fangsaison: Juni bis Ende Oktober von Südost-Alaska bis Nome.

Die meisten Coho-Lachse werden in Südost-Alaska mit Leinen gefangen, in anderen Gebieten eher mit Kiemennetzen.

4. Buckellachs / Pink

Fangsaison: Juni bis Ende September in ganz Alaska vom Südosten bis zum arktischen Ozean.

Häufigste Fangmethode: Ringwaden

5. Keta-Lachs / Chum

Fangsaison: Juni bis Ende September überall in Alaska, vom Südosten bis zu arktischen Ozean.

Fangmethoden: Kiemennetz oder Ringwaden

V. Gesundheitliche Aspekte

Wildlachs - das traditionelle gesunde Lebensmittel Alaskas

Zusätzlich zu seinem Aroma ist Alaska Wildlachs auch als hervorragende Quelle für Nährstoffe bekannt. Er ist wegen seines Reichtums an Omega-3-Fettsäuren, Eiweiß und Aminosäuren, Vitaminen und Mineralstoffen ein ideales Nahrungsmittel für jeden, der sich gerne gesund ernähren möchte - von heranwachsenden Kindern bis zu Senioren.

Reich an mehrfach ungesättigten Omega-3-Fettsäuren

Die moderne Wissenschaft hat Beweise erbracht, dass Menschen, die hauptsächlich Fisch essen, gesünder und weniger anfällig für Herzkrankheiten und andere Erkrankungen sind als Menschen, die vor allem Fleisch essen. Es wird gesagt, dass der Grund dafür, dass Japaner die höchste Lebenserwartung der Welt haben (77 Jahre für Männer, 83 Jahre für Frauen), zum Teil auf ihren hohen Fischkonsum zurückzuführen sei. Das hängt mit den Fettsäuren in der Nahrung zusammen. Alaska-Wildlachs wie unser Kodiak Wildlachs smoked enthält einen hohen Anteil an Omega-3 genannten, mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Omega-3 ist ein Sammelbegriff für Docosahexaen-Säure (DHA), Eicosapentaen-Säure (EPA) und A-Linolensäure.

Der menschliche Körper kann diese Fettsäuren nicht selbst produzieren, die für die effektive Zunahme guten Cholesterins durch Reduzierung neutraler Fette und schlechten Cholesterins im Blut verantwortlich sind. Diese Fettsäuren lösen auch Thrombose auf und dehnen die Blutgefäße, um die reibungslose Zirkulation des Blutes zu sichern. Sie sind hervorragend zur Vorbeugung von Lifestyle-Krankheiten geeignet, einschließlich koronarer Arteriosklerose, Schlaganfall, Hypertonie und Fettleibigkeit.

Alaska Wildlachs: Schatztruhe der Nährstoffe

Alaska-Wildlachs ist eine gute Eiweißquelle, denn er enthält eine große Menge an Aminosäuren, die notwendig für den Aufbau wichtiger Teile des Körpers wie Muskeln und Knochen sind. Er enthält im Überfluss Vitamine, die anderswo schwer in der notwendigen Menge zu bekommen sind, wie Vitamin A, D, B2, B6 und E. Dabei ist Vitamin E wirksam in der Bekämpfung von Arteriosklerose und Alterung und ein wirksames Antioxidans. Vitamin E unterstützt auch den Blutkreislauf und fördert das Immunsystem älterer Menschen.

Lachs enthält große Mengen an Mineralstoffen wie Calcium, Eisen, Zink, Magnesium und Phosphor, die entscheidend für die Vorbeugung von Osteoporose sind und einen aktiven Geist und Körper erhalten. Probieren Sie doch einmal unser FRIEDRICHS Meisterstück Kodiak Wildlachs Filet.

Nährwert-Informationen

Werte für Alaska-Lachs, 100g verzehrbarer Anteil, mit trockener Hitze gegart

Quelle:
Alaska Seafood Marketing Institute
www.alaskaseafood.org