
Hamburg, den 28. Mai 2008 – Gottfried Friedrichs, der Marktführer im Premium-Feinfisch-Segment, feiert in diesem Jahr sein 100jähriges Jubiläum. Seit 1908 hat die „Erste hanseatische Feinfisch-Manufactur“ immer wieder Maßstäbe gesetzt und eine Vorreiterrolle im Hinblick auf innovative Technologien, Qualität, Markenführung sowie nachhaltige Fischerei eingenommen.
Die Anfänge des Unternehmens reichen bis in die 80er Jahre des 19. Jahrhunderts zurück, als Ludwig Friedrichs in Wittenberge an der Elbe eine Flussfischerei mit Fischhandlung und Aalräucherei betrieb. 1905 übernahm sein Sohn Gottfried Friedrichs die Firma und siedelte nach Hamburg-Altona über, einen expandierenden Ort des Fischhandels. Hier gründete er am 16. Mai 1908 die „Erste Hanseatische Feinfisch-Manufactur“. Um neue Rohwaren zu erschließen, reiste Gottfried Friedrichs nach Kanada und in die USA und übergab die Firmenleitung 1922 an seinen Bruder Martin. Der Ingenieur stellte den Betrieb frühzeitig von der rein handwerklichen auf die industrielle Produktion um. Auf diese Weise verbesserte er nicht nur die Produktivität, sondern erzielte eine hohe Produktqualität und legte so auch den Grundstein für die Markenprodukte von Gottfried Friedrichs. Bereits 1926 wurde das FRIEDRICHS Logo „Fisch im Ring“ markenrechtlich geschützt. Die Firma befand sich zu diesem Zeitpunkt auf starkem Expansionskurs: Sie beschäftigte 150 Mitarbeiter, baute das erste Kühlhaus, expandierte ins Ausland und avancierte 1932 zum deutschen Marktführer für Räucherprodukte wie Lachs und Aal.
1948 begann der Wiederaufbau der Firma nach dem Krieg. Im Jahre 1953 wurde Martin Friedrichs für seine Verdienste um die Fischereiwirtschaft mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Rund zwei Jahre später war das Unternehmen eine Kommanditgesellschaft mit über 300 Mitarbeitern und die Firmenleitung ging an Heinz Struck, den Schwiegersohn von Martin Friedrichs. Der Anstieg des Lebensstandards in Deutschland sowie die Entwicklung der Selbstbedienungstheken führten zu einer regen Nachfrage nach Räucherlachs und –aal, von der Gottfried Friedrichs als Marktführer in besonderem Maße profitieren konnte. Um dem gestiegenem Bedarf gerecht zu werden, waren die 60er und 70er Jahre geprägt durch zahlreiche Produktinnovationen, weitere Investitionen in Anlagen sowie die Errichtung neuer Produktionsstätten. Als sich Heinz Struck 1981 aus der Firmenleitung zurückzog, hatte sich der Umsatz verzehnfacht.
Seit 1984 wird das Familienunternehmen von berufenen Geschäftsführern geleitet. In den folgenden Jahrzehnten konzentrierte man sich auf den konsequenten Aufbau der Marke FRIEDRICHS. Mit immer neuen innovativen und qualitativ hochwertigen Produkten unterstrich Gottfried Friedrichs seine Markenkompetenz sowie seine führende Rolle im Premium-Feinfisch-Segment. Früh wurde auch in die Rückverfolgbarkeit der Produkte investiert. So war Gottfried Friedrichs 2002 das erste Unternehmen der Branche, das nach IS/IFS (International Food Standard) „higher level“ zertifiziert wurde. Im selben Jahr setzte der Mittelständler Maßstäbe im Bereich nachhaltige Fischerei und brachte als erster Anbieter MSC-zertifizierten, geräucherten Alaska-Wildlachs aus garantiert nachhaltiger Fischerei auf den deutschen Markt. Heute sind alle Wildlachs-Produkte von FRIEDRICHS mit dem MSC-Logo ausgezeichnet und machen mittlerweile 40 Prozent des Gesamtumsatzes von Gottfried Friedrichs aus. Seit 2006 unterstützt das Unternehmen außerdem die Arbeit des Internationalen WWF-Zentrums für Meeresschutz in Hamburg.
Nach dem Kauf des Wettbewerbers Senne wurde 2003 ein neues Werk in Waren an der Müritz in Betrieb genommen. 2007 folgte eine weitere Produktionsstätte in Polen. Im selben Jahr wurde auch die Matjesmarke Woldemar übernommen. Durch die Woldemar-Produkte wurde das Sortiment erweitert und der Grundstein für die zukünftige strategische Ausrichtung als „Feinfisch-Komplettanbieter“ gelegt.
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